Von 1958 bis 1961 wurde die reformierte Kirche von Effretikon nach Plänen des Zürcher Architekten Ernst Gisel (1922 - 2021) erbaut und 1996 ebenfalls durch denselben Architekten erweitert. Es war eine grosse Herausforderung für den Architekten und die Baukommission, inmitten der entstehenden Wohnblöcke einen Ort der Andacht zu konzipieren, der nicht als Fremdkörper empfunden wurde.

Entstanden ist ein faszinierendes Gesamtkunstwerk. Insbesondere der seinerzeit heftig umstrittene Turm ist mehr als eine „Aufhängevorrichtung für Glocken“, so der Architekt, sondern eine monumentale Plastik. Inzwischen wurde das Zentrum unter Denkmalschutz gestellt.

Ernst Gisel galt in der Fachwelt als einer der bedeutendsten Schweizer Architekten der Gegenwart. Die reformierte Kirche Effretikon ist eines seiner ersten und wichtigsten Kirchenbauwerke.

Aufgrund einer umfassenden Bestandes- und Bedarfsanalyse sowie Recherchen im Planarchiv des GTA-ETH wurde geklärt, wie gross der Instandsetzungs- und Unterhaltsbedarf ist und wie der optimale Ablaufplan aussehen würde.

Folgende Sanierungspakete wurden gebildet:
·       Sanierung Flachdächer (2025)
·       Sanierung Steildächer und Oblichtfenster
        (2026-2027)
·       Anschluss an Fernwärmeversorgung
·       Sanierung Fassaden
·       Sanierung Glockenturm mit Geläut
·       Ersatz technische Anlagen und Gastroküche

Sämtliche Massnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege geplant und ausgeführt.
Bauherrschaft: Reformierte Kirchgemeinde Illnau-Effretikon
 
Ausführung in Etappen: 2025 – 2030
 
Bildquellen: GTA-ZH